Johannes Trapl – Bescheidenheit ist Trumpf

Obwohl seine Weine in Fachkreisen höchste Anerkennung genießen, fragen mich immer wieder Weintrinker.
“Trapl? Noch nie gehört?!”

Dabei keltert Hannes mit seinen Rubin Carnuntum Zweigelt (der 2011 belegt gerade den 2. Platz in der Falstaffbewertung) einen der besten Österreichs. Seine Cuvee Tilhofen und seine Blaufränkischen Spitzerberg und Stix sind hoch bewertete Weine. Sein Syrah Kirchberg war bereits Falstaff-Sortensieger sein Carnuntum Zweigelt 2008 Falstaff-Grand-Prix-Sieger.
Trotzdem Hannes ist nicht der Marketingmensch, der die Erfolge der Weine gewinnträchtig vermarktet. Vielleicht macht ihn dies so sympathisch.

Johannes Trapl

Johannes Trapl – www.trapl.com

Nach Absolvierung der Weinbauschule Klosterneuburg und zwei Auslandspraktika im Elsass sowie im kalifornischen Napa Valley kooperierte Trapl zwischen 2002 und 2005 mit den international anerkannten Weinprofis Peter Veyder-Malberg und Dirk van der Niepoort (Weingut Muhr-Niepoort). Zusammen entdeckten sie Qualität des Blaufränkisch auf den Schieferböden des Karpatenausläufers Spitzerberg.

Seine Top-Weine werden von ihm barfuß getreten wie in alten Zeiten.

Fuß eines Weintreters

Seinen Blaufränkischen mengt er Stiele bei der Vergärung bei und auch sonst tüftelt er immer wieder aufs Neue. Die Weine von Hannes sind nie opulent, schwer sondern immer zurückhaltend, bescheiden und ganz fein. Trinkt einen Trapl, wenn ihr ihn auf einer Weinkarte erkennt.

Winzerportrait · veröffentlicht am 27. April 2013 · Permalink